19.03.2019. Große Flexibilität im Umgang miteinander gefordert.
Der Ortsverband der Partei Bündnis 90/Die Grünen hat die Wertheimer Werkstatt für behinderte Menschen der Johannes-Diakonie Mosbach auf dem Wartberg besucht. Herr Drews, Leiter der Werkstatt, führte die Gruppe durch die Räume. Im Jahr 1880 wurde die Johannes-Diakonie in Mosbach gegründet und unterhält seitdem Werkstätten, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Wohnheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und psychischer Beeinträchtigung. Mit rund 40 Standorten und etwa 3000 Mitarbeiten ist die Diakonie einer der größten Arbeitgeber im Neckar-Odenwald Kreis.
Die Werkstatt in Wertheim bietet Platz für 50 Menschen mit Behinderung, die von Fachkräften, Sozialpädagogen und einer Sekretärin betreut werden. Die Werkstatt ist zu einem anerkannten Partner der Wirtschaft im Wertheimer Raum geworden. Hier bekommt sie ihre Aufträge her. Nach dem Schulabschluss kommt der Schulabgänger in den Berufsbildungsbereich und absolviert eine zweijährige Berufsbildungsphase. In diesem Bereich wird seine Leistungs-und Erwerbsfähigkeit gefördert. Anschließend kommt der Beschäftigte in den Arbeitsbereich, in dem er Arbeiten nachgehen kann, die seiner Begabung und Leistung entsprechend.
Wie in jedem Unternehmen gibt es einen Werkstattrat, der aus gewählten Beschäftigten besteht und regelmäßige Sitzungen abhält, sowie eine Frauenbeauftragte. Neben dem Werkstattleben gibt es Förderungs- und Betreuungsbereich, dort gibt es einen speziellen Bereich für Beschäftigte, die nicht im Arbeitsbereich tätig sein können. Arbeitsbegleitende Maßnahmen wie Ausflüge, Grill- und Wandertage sowie Betriebsbesichtigungen führen zur Persönlichkeitsförderung. Seit ein paar Wochen hat sich eine weitere Arbeitsgruppe von Behinderten und Betreuern zusammen gefunden, die im Bereich Gartenpflege- und Gestaltung arbeiten und die auch von Privatpersonen gebucht werden können. Von den Angestellten ist eine große Flexibilität gegenüber den Behinderten gefordert.


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