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Hans-Josef Fell (MdB) zum geplanten GuD-Kraftwerk

Am 12. November 2006 werden die Wertheimer Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerentscheid darüber entscheiden können, ob in Bestenheid bei Wertheim ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk auf Erdgasbasis gebaut wird. Hierzu erklärt Hans-Josef Fell, MdB und energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

Kein Erdgaskraftwerk bei Wertheim!

"Erdgas ist eine endliche Ressource." Diese schlichte Erkenntnis ist für Grünen-Energiepolitiker Hans-Josef Fell schon Grund genug, gegen das geplante Erdgaskraftwerk zu stimmen. Die Verknappung sei schon heute deutlich. Grünen-MdB Fell: "Die Erdgasförderung ist schon in vielen Staaten seit Jahren rückläufig". So hat sich die Fördermenge in Großbritannien in nur wenigen Jahren halbiert. "Die Nachfrage steigt weltweit und die Reserven schrumpfen dramatisch", mahnt Fell.

Die sich bereits abzeichnende Verknappung von Erdgas werde zunehmende Konflikte auch in Europa hervorrufen. MdB Fell: "Im letzten Jahr die russich-ukrainische Erdgaskrise und die andauernden Spannungen im deutsch-polnischen Verhältnis wegen der Ostseepipeline sollten Mahnung genug sein" Polen fürchte durch die Pipline von der russischen Erdgasversorgung abgehängt zu werden. Hans-Josef Fell: "Ein Ausbau der Erdgasnutzung in Deutschland würde solche Spannungen nur verschärfen, eben weil nicht genug Erdgas für alle da ist."

Fell hofft, dass in Wertheim "die Vernunft siegt", wie jüngst in Mainz. Dort wird ein bereits genehmigtes Erdgaskraftwerk nicht gebaut, weil die Stadtwerke Mainz, als Betreiber, keine Verträge mehr mit langfristiger Liefersicherheit erhalten. Im Mittelpunkt müsse die Energieversorgungssicherheit stehen und die sei heute langfristig nur mit Erneuerbaren Energien zu erzielen ist Fell überzeugt.

Ein weiterer Grund zur Ablehnung ist nach Fell, dass bei der geplanten Anlage die Abwärme ungenutzt verpuffe. "Wenn zigtausend Kubikmeter Erdgas pro Stunde ohne jeden Nutzen durch den Schornstein geblasen werden, so sei dies in Zeiten eines katastrophalen Klimawandels absolut unverantwortlich." Auf diese Weise dürfe mit endlichen Ressourcen nicht umgegangen werden, so Energieexperte Fell. "Statt in neue ineffiziente fossile Kraftwerke muss in CO2-freie Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien investiert werden." Erdgas ist als CO2-Emittent klimaschädlich und trägt zum Klimawandel bei.

Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk wäre eine Fehlinvestition, die zusätzlich den dringend notwendigen Ausbau erneuerbarer Energien behindern würde, kritisiert Grünen-Politiker Fell. "Alle Bürgerinnen und Bürger Wertheims können sich daher am 12. November mit ihrer Stimme gegen das Erdgaskraftwerk in Bestenheid für vernünftige, klimaverträgliche Investitionen in Erneuerbare Energien entscheiden."

Das geplante Kraftwerk in Wertheim-Bestenheid verhinderen! - JA zum Bürgerentscheid!