> Startseite
> Termine
> Über Uns
> Personen
> Gemeinderat
> Kreistag
> Aktionen
> Links
> Kontakt
> Archiv
> Impressum
> CO2- Rechner
OV-Sitzung zum geplanten Bau der Photovoltaik-Anlage in Dörlesberg

Zu einer Sitzung traf sich der Wertheimer Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in der vergangenen Woche im Gasthof „Stern“ in Dörlesberg. Neben einem Rückblick auf die letzte Bauausschusssitzung durch Stadtrat Richard Diehm, informierte Ortsvorsteher Udo Schlachter dabei den Grünen Ortsverband über die geplante Errichtung einer großflächigen Photovoltaik-Anlage in seinem Ort, den derzeitigen Stand der Verhandlungen und weitere ortschaftsrelevante Themen.

Schlachter berichtete, dass sich der Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg im Juli 2005 dazu entschlossen habe, sein Grundstück im Gewann Ernsthof-Münchgrund am Ortsende von Dörlesberg (Richtung Hundheim) an die Aschaffenburger Firma „Stelio-Solar“ bzw. einen Investor zur Errichtung einer Photovoltaikanlage zu verpachten. Auf Nachfrage bestätigte Schlachter die Seriosität der Firma Stelio-Solar, da diese bereits in der Vergangenheit enorme Investitionen im Bereich der Solarenergie getätigt hätte. Das Gebiet, auf dem die Photovoltaik-Anlage errichtet werden soll, habe eine Größe von über 60 Hektar. Damit wäre die Anlage nach heutigem Stand die weltweit größte ihrer Art.

Der Dörlesberger Ortsvorsteher erklärte, dass man das Vorhaben nach Bekannt werden gründlich geprüft habe, bevor der Ortschaftsrat schließlich einstimmig zugestimmt hätte. Aufgrund der beabsichtigten Lage der Photovoltaikanlage sei die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes als gering einzustufen. Das eine so große Anlage von dem einen oder anderen Punkt zu sehen sein wird lässt sich auch durch einen ca. 15 Meter breiten, die Anlage umgebenden Grüngürtel aus heimischen Sträuchern jedoch nicht ganz vermeiden. Ebenso ausgeschlossen sei eine Blendwirkung durch die Anlage, da der Einfallwinkel des Sonnlichtes dieses nicht zu lasse.
Problematisch könnte es sich höchstens gestalten, das nötige Silicium für den Bau der Photovoltaikkollektoren zu besorgen, da der Markt bereits jetzt als ausverkauft gelte.

Udo Schlachter sprach von einer „sachbezogenen Entscheidung“, die der Ortschaftsrat schließlich gefällt hätte. Mündlich habe man mit der Firma „Stelio-Solar“ bereits ausgehandelt, dass es im Vorfeld eine Verpflichtung der Firma geben wird, pro Jahr einen festgelegten Betrag an Gewerbesteuer an die Stadt Wertheim und einen Betrag “X“ an die Ortschaft Dörlesberg zu zahlen. Diese finanziellen Mittel sollen dann wiederum zu einem nicht unerheblichen Teil für ökologische Aufgaben z.B. im Bereich Schönertsbach genutzt werden. Derzeit warte man jedoch auf ein Signal von Stilianos Papachrisanthou, dem Geschäftsführer der Aschaffenburger Solar-Firma, damit die entsprechenden Verfahren zur Ausweisung eines Sondergebietes vom Gemeinderat der Stadt Wertheim auf den Weg gebracht werden können.

Die Wertheimer Grünen begrüßten die Entscheidung des Dörlesberger Ortschaftsrates, den Bau eines Solar-Kraftwerkes in dieser Größenordnung zuzulassen. Die Anlage könnte nach ihrer Fertigstellung eine Leistung von 20 Megawatt Stunden pro Jahr erzielen. Damit sehen die Grünen einmal mehr bewiesen, dass die Entwicklung hin zu den regenerativen Energien und weg von Erdöl und Atomenergie gelingen kann. Stadtrat Richard Diehm sicherte Schlachter zu, dass der entsprechende Antrag im Gemeinderat bei ihm Zustimmung finden werde.

Auf die Nachfrage zu weiteren ortschaftsbezogenen Themen berichtete Schlachter, über seine Erfahrungen mit der Betriebskostenbeteiligung für die Hallennutzung und dem Umgang mit dem doch knapp bemessenen Grünflächenbudget für die Ortschaft Dörlesberg. Erfreut zeigte sich Schlachter über die spontane Bereitschaft des Ortverbandes, ein Viertel der jährlichen Kosten für die Homepage der Ortschaft zu übernehmen und bedankte sich hierfür im Namen des Ortschaftsrates.

Zurückblickend auf die letzte Bauausschusssitzung berichtete Richard Diehm über die im Jahr 2006 geplante Erneuerung der Frankensteiner Straße welche auch von ihm mitgetragen werde. Die starke Verkehrsbelastung durch den Lieferverkehr der dort ansässigen Firmen sei aber durch diese Maßnahme nicht in den Griff zu bekommen. Diehm habe deshalb der Verwaltung zum wiederholten male vorgeschlagen, mit den betroffenen Firmen eine Umsiedlung in das Gewerbegebiet Reinhardshof zu verhandeln. Die hieraus resultierende niedrigere Verkehrsbelastung , komme letztlich allen Bewohnern des Hofgartens zu Gute und verbessere hierdurch die Wohnqualität enorm.. Das frei werdende Areal könne dann wiederum für den Wohnungsbau genutzt werden , stellte Diehm abschließend fest.