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Höhefeldern große Komplimente gemacht

Sitzung des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen: Stadtrat Richard Diehm informierte

Wertheim. Zu einer weiteren Sitzung traf sich der Ortsverband der Wertheimer Grünen am Donnerstag im Gasthaus "Rose" in Nassig. Dort zollte Stadtrat Richard Diehm zunächst einmal der Höhefelder Bürgerschaft ein dickes Lob für die erbrachten Eigenleistungen beim Neubau ihres Bürgerhauses.

Was er während der vorangegangenen Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt im fast fertig gestellten Höhefelder Bürgerhaus zu sehen bekam, das zeige wieder einmal, zu welch enormen Eigenleistungen die Bürger in den Dörfern der Großen Kreisstadt im Stande ist. Wenn eine kleine Ortschaft bis dato 2300 Stunden an Eigenleistung erbracht hat, dann sei das mehr als eine Schlagzeile wert.

Rege diskutiert wurde das geplante Neubaugebiet der Landsiedlung im Bereich Hofweg auf der Gemarkung des Dorfes Eichel. Man war sich einig, dass es richtig gewesen sei, dass Stadtrat Richard Diehm diesem Vorhaben nicht zustimmt. Der demographische Wandel werde, heißt es weiter in einem Pressebericht von Bündnis 90/Die Grünen, auch in Wertheim seine Spuren hinterlassen und zudem seien die Bauplätze, weil in exponierter Lage, sowieso nicht für den "Normalbürger" erschwinglich.

Weiter wurde kritisiert, dass keine energetisch optimierte Bauleitplanung ersichtlich ist. Dabei werde bereits bei der Aufstellung des Bebauungsplanes entschieden, wie hoch der zu erwartende Energieverbrauch in diesem Gebiet sein wird. Ganz im Gegenteil, die Verwaltung wolle laut Aussage von H. Dattler, den Bauherren im Bebauungsplan so wenig wie möglich Vorschriften und Auflagen machen, so Diehm.

Im Interesse der Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger fordert hier der Ortsverband der Grünen von der Verwaltung die Überarbeitung der bestehenden Bebauungspläne auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Wertheim. Es könne nicht angehen, dass in den "alten Neubaugebieten" Umbaumaßnahmen oftmals auf Grund des vorhandenen Bebauungsplanes zum Scheitern verurteilt seien, weil zum Beispiel die Dachgaube eine festgesetzte Breite nicht überschreiten darf, die Bauherren im Neubaugebiet "Hofweg" andererseits alle Freiheiten genießen dürfen.

Die Änderung des Flächennutzungsplanes und gleichzeitige Aufstellung der Bebauungspläne für die Sondergebiete Holzlagerplätze für alle Ortschaften und Stadtteile bezeichnete Diehm als absolut überzogen. Hier scheint ihm der Aufwand größer als der Nutzen. So werde jedes Sondergebiet Holzlagerplatz mehrere Male im Ausschuss für Bauwesen und Umwelt und im Gemeinderat beraten, ehe die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt. Im übrigen mit der Konsequenz, dass der Nutzer eines Holzlagerplatzes für die Erstellung seiner "Hütte" unter Umständen auch noch Verwaltungsgebühren bezahlen dürfe.

Unter Bürgerfreundlichkeit und unbürokratischer Verwaltung verstünden die Wertheimer Grünen jedenfalls etwas anderes.

Zu gerne würde der Grünen-Stadtrat wissen wollen, welch finanzieller und materieller Aufwand seitens der Verwaltung bisher für die Bebauungspläne SO Holzlagerplätze entstanden sind. 100 000 Euro würden seiner Meinung nach wohl nicht reichen. Dieses Geld wäre mit Sicherheit besser in Bildungs- oder Sozialprojekten investiert.

Ob ihm die Verwaltung jemals die Zahlen präsentieren werde, wage er allerdings zu bezweifeln, sagte Diehm.

Mit Freude nahm der Ortsverband davon Kenntnis, dass mit dem Büro "Bannwarth & Ludwig" ein Wertheimer Architektenbüro mit der Ausführungsplanung und Bauleitung für die Generalsanierung der Comenius Realschule den Ausschreibungswettbewerb gewonnen hat. Somit sei das Projekt in guten Händen.

© Fränkische Nachrichten - 29. Januar 2008