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Mit bisher zwölf Kandidaten geht die Partei ins Rennen um die Sitze im Gemeinderat

Kandidaten

Wertheim. Mit zwölf Kandidatinnen und Kandidaten gehen Wertheims Grüne in die Gemeinderatswahl im Juni. Einstimmig nominierten neun anwesende Mitglieder am Donnerstagabend im Hotel "Kette" die Liste der Bewerber, auf deren Reihenfolge man sich zuvor geeinigt hatte. Angeführt wird das Feld von Birgit Väth. Nicht mehr dabei ist der amtierende Stadtrat Richard Diehm.

Bevor er die Leitung der Versammlung übernahm, begründete Diehm noch einmal, warum er darauf verzichtet, sich erneut zur Wahl zu stellen. Zehn Jahre mache er das Geschäft nun und das auch noch alleine. Es seien zehn interessante Jahre gewesen, mit Höhen und Tiefen, in denen er auch manchen Einblick in Dinge erhalten habe, von denen man als Aussenstehender gar nichts ahne.

"Irgendwann einmal ist die Power weg, braucht man eine Auszeit", so Diehm. Zu Hause sei einiges liegengeblieben, das wolle er nachholen und "auch die paar Jahre, die ich von meinen fast erwachsenen Kindern noch richtig etwas habe, geniessen". Er schloss allerdings nicht aus, noch einmal in das kommunalpolitische Geschehen zurückzukehren. "Jetzt mache ich erst einmal fünf Jahre Pause, dann sehen wir weiter."

Birgit Väth liess anklingen, dass die Teilnahme der Wertheimer Grünen an der Gemeinderatswahl einige Zeit lang "auf der Kippe" stand. Doch "der Gedanke, bei dieser Wahl keine Wahl zu haben" habe sie schliesslich zur Kandidatur bewogen, so Väth.

Sie verschwieg nicht, dass noch nicht feststeht, ob sie auch in das Gremium im Falle ihrer Wahl einrücken könnte. Denn Väth ist Krankenschwester im Krankenhaus, und dieses ist noch eine städtische Einrichtung. Ist das auch am Tag der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates noch so, wäre das ein Hinderungsgrund.

Gleichwohl bewerbe sie sich, eventuell ergebe sich ja die Möglichkeit eines späteren Nachrückens. Schliesslich werde der Gemeinderat für fünf Jahre gewählt.

Die Gefahr, dass es sonst möglicherweise gar keine grüne Liste geben könnte, stand auch bei den meisten der anderen Kandidaten im Vordergrund ihrer Entscheidung, den "inneren Schweinehund und eigene ängste zu überwinden". So galt, was Birgit Väth vor dem Wahlgang sagte: "Wir atmen jetzt tief durch und machen das."

Einstimmig wurde in geheimer Wahl die Liste mit folgender Reihenfolge aufgestellt: 1. Birgit Väth, 2. Gerhard Benz, 3. Iwona Mayr-Danisz, 4. Lothar Buchstaller, 5. Ulrike Simon, 6. Hans Müller-Rodenbach, 7. Martin König, 8. Harald Sachs, 9. Arnim Schwab, 10. Bernd Strobl, 11. Udo Dorant, 12. Norbert Klein.

Möglicherweise werden bis zum Abgabetermin des Kandidatenvorschlags am 9. April noch weiterte Bewerber nachnominiert.

Der ehemalige Stadtrat Dieter Kuhnmünch zeigte sich von dem Angebot der Grünen an die Wähler so angetan, dass er die Ziele für den 7. Juni nicht so bescheiden formulieren wollte, wie einige Redner vor ihm.

Mindestens zwei Sitze könne man damit erreichen, zeigte er sich überzeugt. Vielleicht reiche es sogar für drei und damit für die Fraktionsstärke im neuen Gemeinderat. ek



© Fränkische Nachrichten - 28. März 2009