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"Tat zeigt uns die Grenzen des Verstehens"


Grüne/Bündnis 90: Sitzung des Ortsverbandes / Gedenkminute für die Opfer des Amoklaufs

Wertheim/Dörlesberg. Mit einer Gedenkminute für die Opfer des Amoklaufes von Winnenden begann die Ortsverbandssitzung von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag in Dörlesberg.

Stadtrat Richard Diehm sagte dazu, wie es weiter in einem Pressebericht des Ortsverbandes heisst: "Taten wie die in der Albertville-Realschule in Winnenden zeigen uns Grenzen des Verstehens und lassen uns in Entsetzen und tiefer Betroffenheit zurück. Wir trauern um die Opfer dieser schrecklichen Tat. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen der getöteten Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Passanten. Wir wünschen den Verletzten und allen, die körperliche und seelische Wunden davongetragen haben, Kraft in diesen schweren Stunden und baldige Genesung."

Nach Ansicht der Wertheimer Grünen habe der Amoklauf deutlich gemacht, dass der Bildungspolitik insgesamt und insbesondere auch den Schülerinnen und Schülern mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden müsse. Um verdeckte Signale von frustrierten Jugendlichen besser erkennen zu können, sei mehr individuelle Förderung und Betreuung sowie eine Kultur des Hinsehens und der Anerkennung notwendig.

Um so mehr fühlt sich Grünen-Stadtrat Richard Diehm in seiner Forderung nach der Einstellung von Schulpsychologen bzw. Schulsozialarbeitern an allen weiterführenden Schulen in Wertheim - wenn auch aus traurigem Anlass - einmal mehr bestätigt.

Es sei nicht hinnehmbar, dass in Baden-Württemberg statistisch gesehen derzeit ein Schulpsychologe für mehr als 16 000 Schülerinnen und Schüler zuständig ist.

Auch, was die Einrichtung von Ganztagesschulen betrifft, wird von den Grünen qualifizierten Pädagogen der Vorrang vor ehrenamtlichen Helfern (sogenannte Jugendbegleiter) für die Betreuung der Jugendlichen gegeben.

Grundlage jeder Ganztagsschule sei ein pädagogisch schlüssiges Konzept in Verantwortung der Schule. Deshalb bräuchten Ganztagsschulen eine gute Ausstattung mit Lehrkräften. Die derzeitige Versorgung reiche nicht aus, weshalb im Zuge des Ausbaus der Ganztagsschulen weitere Lehrerstellen zur Verfügung gestellt werden müssten. Nur in ein durchdachtes pädagogisches Gesamtkonzept könnten Jugendbegleiter als Ergänzung sinnvoll integriert werden. Die Landesregierung stehe hier in der pädagogischen und finanziellen Verantwortung.

Mit einem ganz anderen Thema beschäftigten sich die Wertheimer Grünen im weiteren Verlauf ihrer Sitzung. Für Stadtrat Richard Diehm ist die Verkehrssituation an der Realschule auf dem Reinhardshof weiter unbefriedigend. Hier müsse die Theodor-Heuss-Strasse während der Ankunfts- und Abfahrtszeiten des Schülerverkehrs im Bereich der Bushaltestellen komplett gesperrt werden.

Ebenso gelte es, für den Bereich der Bushaltestellen an der Einfahrt zur Theodor-Heuss-Strasse eine Lösung zu finden. Denn hier müssten die Schüler jeden Morgen bei fliessendem Berufsverkehr die Strasse überqueren, was aus Gründen der Verkehrssicherheit durchaus bedenklich sei. ov

Copyright Fränkische Nachrichten 14. März 2009