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Investitionen sind nur die Kür


Bündnis 90/Die Grünen: Aufstiegshilfe zur Burg war Thema

Wertheim. Passend zu dem nach Meinung seiner Verantwortlichen zurzeit in Wertheim am meisten diskutierten Thema "Aufstiegshilfe zur Burg" traf sich der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen nun zu einer Sitzung in der Burggaststätte. Von der Veranstaltung ging uns von Ortsverband der folgende Artikel zu.

Keinen Schrägaufzug vom Rosengarten über den Hirschgraben zur Burg.

Die klare Aussage der Wertheimer Grünen bei dem Treffen lautete: "Keinen Schrägaufzug vom Rosengarten über den Hirschgraben zur Burg." Allenfalls einen Aufzug aus der Schlossbergkaverne hoch zur Burg könne man sich vorstellen. Das hätte den Vorteil, dass jeglicher optischer Konflikt vermieden wäre.

Zur Steigerung der Attraktivität der Burg verwies Stadtrat Richard Diehm auf einen Presseartikel vom 19. Juni 2000: Im Burggraben könne ein Fort aus Holz mehr Kinder und eine Kletterwand sportbegeisterte junge Erwachsene anlocken, sei demnach damals vom Ortsverband der Grünen vorgeschlagen worden. Leider sei bis heute keiner der Vorschläge von der Verwaltung aufgegriffen worden, wurde bedauert.

noch zu viele Pflichtaufgaben

Auch wenn es sicher legitim sei, dass in der Verwaltung an Konzepten für die Burg gearbeitet wird, müsse auch klar in den Vordergrund gestellt werden, dass es sich bei diesen Investitionen immer nur um das Kürprogramm handeln dürfe. Es gebe noch zu viele Pflichtaufgaben, so Richard Diehm, die den Bürgern der Grossen Kreisstadt Wertheim dienlicher wären.

Ein Lob für die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat von der Stadtentwicklungsgesellschaft gab es von allen Anwesenden für den Erwerb des so genannten "Roten Hauses" in der Friedleinsgasse. Denn bei einem Abriss des Gebäudes wäre Wertheim um eine denkmalgeschützte Sehenswürdigkeit ärmer gewesen.


Freude über Investionen am Bahnhofsgelände

Erfreut nahmen die Grünen die beabsichtigten Investitionen der Westfrankenbahn im Bahnhofsgebäude Wertheim zur Kenntnis. Für eine Steigerung der Fahrgastzahl, gerade im Hinblick auf den Fahrradtourismus, wäre aber auch über eine Zugverbindung ohne umsteigen zu müssen von Frankfurt bis nach Wertheim oder Rotenburg ob der Tauber nachdenkenswert, wurde erklärt. Ebenso wünschte man eine Bedarfshaltestelle für Berufspendler in Reicholzheim.

Kritik übte die Versammlung an den übermässig langen Standzeiten der Verkehrsteilnehmer bei geschlossenem Bahnübergang an Tauberbrücke und Leberklinge. Denn die laufende Motoren führten zu einer zusätzlichen Umweltbelastung.

Angesprochen auf die von ihm im April gestellten Anträge bezüglich der Aufstellung eines "Starenkastens" am Gemeindeverbindungsweg Bestenheid/Wartberg und der weiteren Anschaffung von Geschwindigkeitsanzeigegeräten meinte Diehm, dass diese Themen wohl in der Gemeinderatsitzung am 21. Juli beraten werden. Schliesslich unterstütze auch die SPD-Fraktion diese Massnahmen, und die Hauptsatzung schreibe eine Festsetzung der Anträge als Tagesordnungspunkt spätestens in der übernächsten Sitzung nach Eingang vor.

Schläfriges Engagement bei Krankenhausfusion

Abschliessend stellte Kreisrat Eberhard Feucht fest, dass es nun wohl doch zur Fusion der Krankenhäuser in Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim kommen werde. Damit blieben aus Sicht der Grünen nur noch kommerzielle Interessenten übrig, die aus dem Wertheimer Krankenhaus eventuell eine Portalklinik machen werden - "mit allen negativen Konsequenzen für unsere Bürgerschaft". Die Grünen hätten das "schläfrige" Engagement der Wertheimer Seite von Anfang an kritisiert, so die Mitglieder.

© Fränkische Nachrichten 7. Juli 2008