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Freude über erfolgreiches Wahljahr


Hauptversammlung: Die Wertheimer Grünen haben ihr Führungsgremium einstimmig bestätigt - Bahnverkehr optimieren

Wertheim.
Mit ihrem Sieg bei den Landtagswahlen, den Mängeln bei der Westfrankenbahn und künftigen Verkehrsprojekten hat sich der Ortsverband der Grünen bei seiner Jahresversammlung beschäftigt. Die Mitglieder trafen sich am Donnerstag im Wertheimer Parteibüro, um dort auch den neuen Vorstand zu wählen. Für einen Rückblick auf das für die Partei äußerst erfolgreiche Jahr blieb ebenfalls Zeit.

Außerdem berichteten die Mandatsträger der Partei von ihrer Arbeit.

Problemlose Wiederwahl
Einstimmig beschloss die Versammlung die Wiederwahl des bisherigen Vorstands mit Eberhard Feucht an der Spitze. Daneben bilden Richard Diehm, der den Schriftverkehr und die Terminkoordination übernimmt, Hans Müller-Rodenbach als Schatzmeister und Kerstin Ulrich, die für die Mitgliederbetreuung verantwortlich zeichnet, das gleichberechtigte Führungsgremium. Die Führung versprach, sich mit den Fragen zu beschäftigen, ob man in diesem Jahr ein Sommerfest veranstalten und die Ortsverbandstreffen nur im Parteibüro oder auch mal in einer Ortschaft abgehalten werden sollten.
Seit der letzten Jahresversammlung hätten 15 Treffen des Ortsverbands und drei Vorstandstreffen stattgefunden, berichtete Kreisrat Richard Diehm. Das zurückliegende Jahr war von der Landtagswahl und der Oberbürgermeisterwahl geprägt gewesen. Weitere Aktivitäten der Partei waren die Veranstaltung zu Stuttgart 21 mit Verkehrsminister Winfried Hermann und die Lesung von Merle Hilbk. Außerdem stattete der Ortsverband der neu gegründeten Grünenpartei in Ungarn einen Besuch ab.

Arbeit im Kreis- und Gemeinderat
Über die Arbeit im Gemeinderat berichtete Iwona Mayr-Danisz: Sie legte den Schwerpunkt auf die Aktivitäten der vier Arbeitsgruppen, die sich mit Kindergärten, Jugendarbeit, Bildung und Feuerwehr beschäftigen und die Aufwendungen dafür auf den Prüfstand stellen. Zudem informierte sie über das Kira-Projekt, das sich um die bessere Vermarktung des Kulturtourismus in der Region bemüht. Auch bei der Familienkonferenz hätten die Grünen kräftig mitgemischt, berichtete Mayr-Danisz. Aus diesem Gremium seien bereits einige gute Sachen wie der Seniorenbeirat erwachsen.
Zeuge eines denkwürdigen Ereignisses seien die Grünen- und SPD-Kreistagsmitglieder im vorigen Jahr geworden, berichtete Kreisrat Eberhard Feucht. Damit spielte er auf die Wahlniederlage der CDU bei der Landtagswahl an. Viele CDU-Mitglieder im Kreistag hätten ihr Trauma bis heute nicht richtig überwunden, sagte er schmunzelnd. Feucht berichtet über die Entscheidungen im Kreisrat: Noch wenig bekannt sei, dass dieser der Johannes-Diakonie aus Mosbach den Zuschlag zur Errichtung eines Wohnheims für Menschen mit geistiger Behinderung im Hofgarten erteilt habe.

Fortschritte bei Abfallbeseitigung
Weiterhin äußerst gut entwickle sich der Eigenbetrieb Abfallbeseitigung, sagte der Kreisrat. Er fand es positiv, dass der Wertstoffhof in Bestenheid ausgebaut wurde. Seiner Ansicht nach müssen die Öffnungszeiten aber noch weiter ausgedehnt werden. Bedauerlich fand es Feucht, dass die Sperrmüllbörse erst nach massivem Druck aus dem Kreistag eingerichtet wurde. Leider sei das Angebot noch nicht wie gewünscht.
Licht und Schatten fand der Kreisrat auch bei der Westfrankenbahn: Die hat zwar bereits 27 Millionen Euro in den Ausbau der Taubertalbahn investiert und will weitere 40 Millionen in den nächsten Jahren ausgeben. Leider könne man immer noch nicht abends von Stuttgart nach Wertheim fahren, bedauerte Feucht: »Die Fahrt dauert laut Internet neuneinhalb Stunden und führt über Frankfurt mit einem Aufenthalt von fünf Stunden in Miltenberg.« Ebenfalls kritisierte der Kreisrat, dass eine Anfrage des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, das an drei Tagen mit jeweils 200 Schülern nach Heilbronn fahren wollte, von der Westfrankenbahn mit dem Hinweis auf fehlende Transportkapazitäten abgelehnt wurde.

Radweg wird ausgebaut
Ab nächstem Jahr werde der Radweg zwischen Urphar in Richtung Kembach und zur Landesgrenze ausgebaut, berichtete Feucht weiter. Keine positiven Nachrichten hatte er zur Beseitigung des Unfallschwerpunkts auf der Landesstraße 2310 am Tremhof: »Das wird wohl noch einige Jahre dauern.« Allerdings rechnete er auch hier mit einem Ausbau des Radwegs.
Die zahlreichen Aktivitäten des Ortsverbands hätten sich nicht in der Kasse niedergeschlagen, berichtete anschließend Hans Müller-Rodenbach. Man sei mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sehr sparsam umgegangen. Vor allem die Renovierung und Einrichtung des neuen Parteibüros habe sehr wenig gekostet. »Das war allerdings auch darauf zurückzuführen, dass Müller-Rodenbach sehr viel in Eigenleistung alleine gemacht hat«, lobte der Vorsitzende. Peter Riffenach

© Wertheimer Zeitung - 17. März 2012