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Vorstand im Amt bestätigt


BüNDNIS 90/DIE GRüNEN: Rückblick und Wahlen in der Jahreshauptversammlung

Wertheim.
Sichtlich zufrieden mit sich und der politischen Welt, so präsentierten sich Wertheims Grüne am Donnerstagabend bei ihrer Hauptversammlung. Rund ein Dutzend Mitglieder war in das, durchgängig "Parteizentrale" genannte, neue Büro in der Mühlenstraße gekommen, das der Ortsverband vor geraumer Zeit eröffnet hatte. Dort sprach Vorsitzender Eberhard Feucht von einem "sehr ereignisreichen Jahr 2011", umgehend ergänzt von Stadträtin Birgit Väth durch "und sehr erfolgreich".

Der von Bündnis 90/Die Grünen unterstützten SPD-Kandidatin Katja Weitzel bescheinigte Feucht, bei der Oberbürgermeister-Wahl ein "achtbares Ergebnis" erzielt zu haben. "Wenn sie ein bisschen aggressiver gewesen wäre, wäre es vielleicht knapper geworden", meinte er. "Sehr, sehr erfreulich" sei das Resultat der Landtagswahl, resümierte der Redner weiter.

Beim Aktionstag gegen "Stuttgart 21" zu Beginn des vorigen Jahres habe niemand damit gerechnet, dass man dabei den künftigen Verkehrsminister des Landes zu Gast haben würde.

Winfried Hermann war, dann bereits im Amt, noch ein zweites Mal in Wertheim, diesmal im Vorfeld der Volksabstimmung zum Stuttgarter Bahnhof. "Wir als gute Demokraten akzeptieren deren Ergebnis", versicherte Feucht, nicht ohne im weiteren Verlauf der Veranstaltung die Bahn scharf zu kritisieren, die sich seiner Meinung nach nicht an das halte, was bei der Schlichtung beschlossen worden sei.

Diverse Ortsverbands- und Vorstandssitzungen, die Eröffnung der "Parteizentrale" sowie "jede Menge Info-Stände" nannte der Redner als weitere Aktivitäten in seinem Bericht. Birgit Väth ergänzte diesen um den Besuch in Ungarn bei den grünen Freunden, die sich im vergangenen Jahr "unter erschwerten Bedingungen neu formiert haben".

In den Finanzen des Ortsverbandes war, so die Aussage des dafür zuständigen Beisitzers Hans Müller-Rodenbach, "weniger Bewegung als auf der politischen Ebene". Hugo Linder hatte "mal darüber geschaut" und befand die Buchführung für ordnungsgemäß. Nachdem er zudem festgestellt hatte, man könne auf das, was der "kleine Kreis" geleistet habe, "absolut stolz" sein, erfolgte die Entlastung des Vorstandes einstimmig.

In Rekordzeit wurde dieses Gremium auch einmütig im Amt bestätigt und besteht damit weiterhin aus dem Vorsitzenden Eberhard Feucht und den Beisitzern Liese Ulrich, Richard Diehm und Hans Müller-Rodenbach.

Leise Kritik klang im Wunsch von Birgit Väth nach mehr und rechtzeitigeren Informationen an. Mit Nachdruck setzte sie sich dafür ein, Ortsverbandssitzungen im Büro zu veranstalten, dafür habe man es schließlich. Hans Müller-Rodenbach plädierte dafür, wenigstens ab und zu weiter "auf die Dörfer" zu gehen.

Mit einigem Erstaunen, aber auch mit sanftem Spott kommentierte die Stadträtin jüngste Veröffentlichungen der Wertheimer CDU zur Energiewende und zu den erneuerbaren Energien. "Als wäre ein Schalter umgelegt worden", konstatierte sie einen Richtungswechsel bei der CDU und befand, diese hätte bei den Grünen abgeschrieben und Positionen übernommen, die man schon seit 20 Jahren vertrete. ek

© Fränkische Nachrichten - 17. März 2012