> Startseite
> Termine
> Über Uns
> Personen
> Gemeinderat
> Kreistag
> Aktionen
> Links
> Kontakt
> Impressum
> CO2- Rechner

Wertheimer Grüne fordern Folgen nach »Ritterland«


Ortsverband: Sitzungsteilnehmer sprechen sich für neue Politik bei Ausweisung von Sondergebieten aus

Wertheim. Das Ende des Projektes »Ritterland« war eines der Themen der letzten Sitzung des Ortsverbandes der Wertheimer Grünen vor der Sommerpause. Wie aus einer Pressemitteilung der Partei hervorgeht, wird für die Zukunft verlangt, solche Projekte erst ernsthaft in die Diskussion zu bringen, wenn ein klares Finanzierungskonzept mit Bankbürgschaften vorliege.

Bei der Überarbeitung des Regionalplans sollte nach Ansicht der Grünen die Frage des Sondergebiets neu gestellt werden. Als Voraussetzung für eine weiter bestehende Ausweisung des Geländes als Sondergebiet, die von den Grünen abgelehnt wird, müsste die Stadt im Besitz der Grundstücke sein. Eine Sondergebietsausweisung von Grundstücken im Privatbesitz ergebe keinen Sinn.

Für ähnliche Projekte sollte, so fordern die Grünen in ihrer Pressemitteilung, zukünftig das einzige Naherholungsgebiet von Lindelbach und Bettingen geschont werden und stattdessen die freien Flächen auf dem Reinhardshof genutzt werden.

Alternative zum Eigenbetrieb?
Die Pläne für einen Eigenbetrieb Burg werden von den Grünen dann unterstützt, »wenn auf die Stadt keine Mehrkosten zukommen und wenn tatsächlich das Wahrzeichen Wertheims mit Leben erfüllt wird«. Die Alternative einer zu schaffenden Verantwortlichkeit ohne die Gründung eines Eigenbetrieb wurde zur Diskussion gestellt, da die Vielzahl der Eigenbetriebe in Wertheim nicht nur von den Grünen sehr kritisch gesehen wird. Beim zukünftigen Konzept sollten rein kommerzielle, temporäre Veranstaltungen nur mit großer Vorsicht und auch mit Rücksicht auf die Altstadtbewohner durchgeführt werden.

Die Förderung des Burgbähnles durch den Kurvenausbau in der Eichler Steige wird von den Grünen begrüßt.

Parteinahme für Redakteure

Als letztes Thema ging es um die landesweiten Redakteursstreiks »gegen die brachiale Kürzung der Einstiegsgehälter für junge Journalisten mit Studium um 25 Prozent«. Das Einkommen der gestandenen Redakteure solle um fünf Prozent gekürzt werden, obwohl die Verlage Gewinn machten, schreiben die Grünen. Die Kampfmaßnahmen, hinter denen nahezu 100 Prozent der Betroffenen stünden, würden von den Grünen Wertheims entschieden befürwortet, heißt es in der Pressemitteilung.

Eine unabhängige Presse sehe man als wichtigen Pfeiler der Demokratie, teilen die Grünen mit. Dies müsse seinen Preis haben.

Die geplanten Kürzungen der Verleger gingen zwangsläufig auf Kosten der Qualität journalistischer Arbeit mit der Konsequenz des Verlautbarungsjournalismus, der einfachen übernahme der Meldungen der Nachrichtenagenturen und des Verzichts auf eigene Recherchen. red

© Wertheimer Zeitung - 03. August 2011