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Führungsgremium aus vier Personen


Mitgliederversammlung: Bündnis 90/Die Grünen wählen Feucht, Diehm, Müller-Rodenbach und Ulrich

Wertheim-Bestenheid: Neben dem Rückblick auf das für die Partei erfolgreiche Jahr stand die Neuwahl des Vorstands im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag im Hotel-Restaurant »Mainperle« in Bestenheid. Außerdem berichteten die Mandatsträger der Partei von ihrer Arbeit.





Der neue Grünenvorstand (von links): Richard Diehm (Koordination und Schriftverkehr), Kerstin Ulrich (Mitgliederbetreuung), Hans Müller-Rodenbach (Kasse) und Eberhard Feucht (Vorsitzender). Foto: Peter Riffenach


Neben den zahlreichen Wahlkämpfen im vergangen Jahr sei der Höhepunkt die 25-Jahr-Feier gewesen, erklärte die Vorsitzende Birgit Väth in ihrem Rechenschaftsbericht, den sie mit ihrem Bericht aus dem Gemeinderat verquickte. Auch wenn das Fest kurzfristig geplant wurde, sei es ein voller Erfolg gewesen.

Erfolgreich sei auch das Superwahljahr für den Ortsverband verlaufen. Zur Kommunalwahl sei es gelungen, eine schlagkräftige Liste zu präsentieren, die im Laufe des Wahlkampfs zu einem guten Team zusammengewachsen sei.

Es sei gelungen, sowohl im Gemeinderat als auch im Kreistag einen Sitz zuzulegen und damit die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Nach »Wolke sieben« sei die Ernüchterung gekommen, als dem Ortsverband von Seiten des politischen Gegners zu unrecht, wie sie meinte, Wahlbetrug vorgeworfen wurde.

»Es ist leicht eine Meinung zu haben, aber ungleich schwerer, Entscheidungen mitzutragen«, fasste Frau Väth die Erfahrungen aus den ersten Monaten als Stadträtin zusammen. Kritik übte sie an der Vorgehensweise bei den Kürzungen zum Haushalt 2010, die nach dem »Rasenmäherprinzip« erfolgt seien.

Harte Einsparungen

Allerdings müsse auch jedem klar sein: »Die wirklich harten Einsparungen kommen erst noch.« Denn neben den Einbußen aufgrund der schlechten Wirtschaftslage müssten die Kommunen auch noch die Kosten aus den Wahlversprechen der schwarz-gelben Koalition tragen.

Während sich die Gruppe der Grünen vom Ritterland-Konzept gefangen nehmen ließ, stehe man dem neuen Konzept Werkrealschule sehr kritisch gegenüber, ging die Vorsitzende und Stadträtin auf einige der wichtigsten Einscheidungen der ersten Monate ihrer Amtszeit ein. Richard Diehm blickte in seinem Bericht zum einen auf die letzten Monate im Gemeinderat und auf die ersten Monate als Kreisrat zurück.

Themen in der Kommunalpolitik waren das Krankenhaus, der Realschulneubau, Kaufland sowie die Entscheidungen über das Konjunkturpaket II und die Thematik Jugendschutz. Nicht gefallen habe ihm, dass die Räte sich trotz ihres Wissens um die enge Haushaltslage auf den Ausbau der Richolfstraße in Reicholzheim verpflichten ließen, kritisiert er die aktuelle Kommunalpolitik.

»Im Gemeinderat war man näher an den Dingen und den Menschen dran«, brachte er die Unterschiede zwischen Gemeinderat und Kreistag auf einen kurzen Nenner. Auch im Kreis werden die harten Einschnitte erst im nächsten Haushalt erfolgen, so Diehm und Eberhard Feucht in ihren Berichten. Deshalb werde eine Haushaltsstrukturkommission eingesetzt, die die Freiwilligkeitsleistungen auf den Prüfstand stellen soll.

Thema Müllentsorgung Als wichtigste Themen in der Vergangenheit, die auch in der Zukunft das Gremium beschäftigen werden, nannten die Kreisräte die Sanierung des Kreiskrankenhauses und die Zusammenarbeit mit dem Caritas-Krankenhaus, den öffentlichen Nahverkehr sowie die Müllentsorgung mittels einer Vergärungsanlage sowie die Sperrmüllproblematik. Vor den Wahlen machte Birgit Väth deutlich, dass sich nach elf Jahren im Vorstand und davon neun Jahren an der Spitze des Gremiums nicht mehr antreten werde.

Der amtierende Vorstand hatte gut vorgearbeitet, so dass ein neues Führungsgremium vorgeschlagen werden konnte. Einstimmig beschloss die Versammlung die Wiederwahl von Eberhard Feucht und Richard Diehm in das Führungsgremium.

Feucht wird den Vorsitz übernehmen und Diehm wird für den Schriftverkehr und die Terminkoordination zuständig sein.

Nach einigen Jahren Pause zieht Hans Müller-Rodenbach wieder in das gleichberechtigt Führungsgremium ein und übernimmt die Kasse und ganz neu gehört Kerstin Ulrich, die die Mitgliederbetreuung übernimmt, dem Vorstand an.

Abschließend besprach die Versammlung noch einige Themen mit denen sich die Grünen im nächsten Jahr befassen möchte. Dazu zählen die Verkehrs- und Müllkonzeption bei Ritterland, den Flächennutzungsplan der Stadt Wertheim und den Ausschluss von weiteren Windkraftanlagen, die Einführung eines »Bettengeldes« bei Hotels als zusätzliche Einnahmequelle für die Stadt sowie den Jugendschutz.

© Wertheimer Zeitung - 27. Februar 2010